Allgemeine Geschäfts- und Lizenzbedingungen (AGB)
EasySwitch365 · Conto IT · Stand: Juni 2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäfts- und Lizenzbedingungen gelten für die Bereitstellung und Nutzung der Software EasySwitch365 sowie aller damit verbundenen Leistungen, die Conto IT, Inhaber Nico Jannis Contopidis, Diebenkornstr. 6, 25524 Itzehoe, Deutschland („Anbieter") anbietet.
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Es richtet sich nicht an Verbraucher im Sinne von § 13 BGB. Mit dem Vertragsschluss bestätigt der Kunde, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.
(3) Es gelten ausschließlich diese Bedingungen. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
(1) EasySwitch365 ist eine lokal auf dem Gerät des Kunden installierte Desktop-Anwendung für Windows und macOS, die das Verwalten mehrerer Microsoft-365-Tenants unterstützt: gekapselte Sitzungen je Kunde, eine integrierte PowerShell-Konsole mit geführter Anmeldung, eine Wissensdatenbank sowie einen optionalen KI-Assistenten (§ 6).
(2) Die maßgebliche Leistungsbeschreibung ergibt sich aus der Produktdarstellung auf easyswitch365.com zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses sowie aus dem Handbuch. Der Anbieter entwickelt die Software fortlaufend weiter; Funktionen können sich im Rahmen der vertragsgemäßen Nutzung ändern, sofern der vereinbarte Leistungszweck nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
(3) Die Software wird als Abonnement zur Nutzung auf Zeit überlassen. Der Quellcode ist nicht Vertragsgegenstand.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Software auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.
(2) Der Kunde gibt sein Angebot ab, indem er den Bestellvorgang über den Zahlungsdienstleister abschließt. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Bestellung bzw. der Bereitstellung der Lizenzschlüssel durch den Anbieter (in der Regel per E-Mail) zustande.
(3) Mit Abschluss der Bestellung akzeptiert der Kunde diese AGB.
§ 4 Lizenz und Nutzungsrechte
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht unterlizenzierbares und nicht übertragbares Recht ein, die Software bestimmungsgemäß zu nutzen.
(2) Die Lizenzierung erfolgt pro Arbeitsplatz und gerätegebunden: Jeder erworbene Lizenzschlüssel berechtigt zur Nutzung auf jeweils einem Gerät. Der Wechsel auf ein anderes Gerät ist über die dafür vorgesehene Geräte-Freigabe möglich; eine gleichzeitige Nutzung eines Schlüssels auf mehreren Geräten ist nicht gestattet.
(3) Dem Kunden ist es untersagt, die Software über den vertraglich vereinbarten Umfang hinaus zu nutzen, insbesondere sie zu vermieten, zu verleihen, weiterzuverkaufen, öffentlich zugänglich zu machen oder Dritten Lizenzschlüssel zu überlassen.
(4) Der Kunde wird die Software nicht zurückentwickeln, dekompilieren oder disassemblieren, technische Schutz- oder Lizenzmechanismen umgehen oder verändern, soweit dies nicht durch zwingendes Recht (insbesondere § 69e UrhG) gestattet ist.
(5) Verstößt der Kunde erheblich gegen diese Nutzungsregeln, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach erfolgloser Abmahnung zu sperren und den Vertrag aus wichtigem Grund zu kündigen.
§ 5 Pflichten und Verantwortung des Kunden
(1) Der Kunde ist für die ordnungsgemäße Einrichtung seiner Systeme, die erforderlichen Microsoft-365-Berechtigungen und die Geheimhaltung seiner Zugangs- und Lizenzdaten selbst verantwortlich.
(2) Der Kunde setzt die Software eigenverantwortlich in den von ihm betreuten Microsoft-365-Umgebungen ein. Er ist insbesondere selbst dafür verantwortlich, im richtigen Tenant zu arbeiten und vor administrativen Änderungen geeignete Sicherungen vorzunehmen.
(3) Der Kunde stellt sicher, dass er gegenüber den von ihm betreuten Endkunden zur Durchführung der jeweiligen Administrationstätigkeiten berechtigt ist.
§ 6 KI-Assistent
(1) Die Software enthält einen optionalen KI-Assistenten, der aus einer Eingabe in natürlicher Sprache Vorschläge für PowerShell-Befehle erzeugt. Der KI-Assistent muss vom Kunden ausdrücklich aktiviert werden und ist standardmäßig deaktiviert.
(2) Die vom KI-Assistenten erzeugten Befehle sind unverbindliche Vorschläge. Sie werden niemals automatisch ausgeführt. Die Ausführung erfolgt ausschließlich durch eine bewusste Handlung des Kunden.
(3) Der Kunde ist verpflichtet, jeden Vorschlag vor der Ausführung eigenverantwortlich auf Richtigkeit, Eignung und mögliche Auswirkungen zu prüfen. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung der erzeugten Befehle. Die Verantwortung für die Ausführung und deren Folgen trägt allein der Kunde.
(4) Zur Erzeugung der Vorschläge wird die Eingabe des Kunden an einen KI-Dienstleister (Anthropic PBC, USA) übermittelt. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.
(5) Der KI-Assistent ist derzeit ohne gesonderten Aufpreis im Abonnement enthalten. Der Anbieter behält sich vor, die Nutzung des KI-Assistenten künftig – insbesondere bei stark steigender oder missbräuchlicher Nutzung – mengenmäßig zu begrenzen oder von einem gesonderten Entgelt abhängig zu machen. Eine solche Änderung wird gemäß § 13 mit angemessener Frist vorher angekündigt; bereits gezahlte Entgelte bleiben hiervon unberührt.
§ 7 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website angegebenen Preise. Die Abrechnung erfolgt als monatliches Abonnement je Arbeitsplatz; Mengenrabatte ergeben sich aus der dort angegebenen Staffel.
(2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Mit der Bestellung ermächtigt der Kunde den wiederkehrenden Einzug der jeweils fälligen Beträge.
(3) Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, die betroffenen Lizenzen bis zum Ausgleich zu sperren.
§ 8 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten zum Ende des jeweils laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden.
(2) Die Kündigung kann einfach über die dafür vorgesehene Seite (Kündigung) bzw. die Abo-Verwaltung erklärt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(3) Mit Vertragsende erlischt das Nutzungsrecht; der Kunde stellt die Nutzung der Software ein.
§ 9 Verfügbarkeit, Updates und Drittdienste
(1) Die Software ist eine lokal installierte Anwendung. Für ihren Betrieb werden eine wiederkehrende Online-Lizenzprüfung sowie – je nach genutzter Funktion – Dienste Dritter (z. B. Microsoft 365, Zahlungs-, Lizenz- und Versanddienstleister, der KI-Dienstleister) in Anspruch genommen.
(2) Der Anbieter schuldet keine bestimmte Verfügbarkeit dieser Drittdienste und keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Vorübergehende Einschränkungen aufgrund von Wartung, Updates oder Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters begründen keinen Mangel.
(3) Der Anbieter stellt Updates bereit, ist hierzu aber nur insoweit verpflichtet, als dies zur Aufrechterhaltung der vertragsgemäßen Nutzung erforderlich ist.
§ 10 Gewährleistung
(1) Der Anbieter überlässt die Software für die Vertragsdauer in einem zur vertragsgemäßen Nutzung geeigneten Zustand. Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte mit den Maßgaben dieser AGB.
(2) Eine bestimmte Eignung der Software für die individuellen Zwecke des Kunden wird nicht geschuldet, sofern sie nicht ausdrücklich vereinbart wurde. Unerhebliche Abweichungen von der Leistungsbeschreibung gelten nicht als Mangel.
(3) Der Kunde wird Mängel nachvollziehbar und unter Angabe der zur Reproduktion erforderlichen Informationen mitteilen.
§ 11 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, im Rahmen einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei der leicht fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen.
(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(5) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die daraus entstehen, dass der Kunde von der Software erzeugte oder bereitgestellte Befehle ohne die gebotene eigene Prüfung ausführt (§ 6), im falschen Tenant arbeitet oder die ihm obliegenden Mitwirkungs- und Sicherungspflichten (§ 5) verletzt. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur, soweit der Kunde eine angemessene, regelmäßige Datensicherung vorgenommen hat und der Schaden auch bei ordnungsgemäßer Sicherung eingetreten wäre.
§ 12 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung und der geltenden Gesetze. Arbeitsdaten des Kunden werden grundsätzlich lokal auf dem Gerät des Kunden verarbeitet; Ausnahmen (insbesondere Lizenzaktivierung und der optionale KI-Assistent) sind in der Datenschutzerklärung beschrieben.
§ 13 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte Funktionen, technische oder rechtliche Rahmenbedingungen erforderlich ist und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Änderungen werden dem Kunden in geeigneter Form (z. B. per E-Mail) mit angemessener Frist vor Inkrafttreten mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der mitgeteilten Frist oder nutzt er die Software danach weiter, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Anbieters (Itzehoe).
(3) Maßgebliche Vertragssprache ist Deutsch. Übersetzungen dieser AGB in andere Sprachen dienen ausschließlich dem besseren Verständnis. Bei Widersprüchen oder Auslegungsunterschieden zwischen der deutschen Fassung und einer Übersetzung ist die deutsche Fassung verbindlich.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
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